Zarkas Skyllades Arkodorides, Sohn des Xentos, König von Arros, Arbarenbezwinger. Oder kurz: Zarkas der Irre. Der einst tapfere und starke Krieger, der nun beinahe 60 Jahre alt ist, hat in den letzten Jahren nicht nur einen Großteil seiner körperlichen Kräfte eingebüßt, sondern auch einen Großteil seines Verstandes. Der geistesschwache König kann seinen Thron nur noch halten, weil er zum Spielball der Adligen geworden ist. Tymnos Nyarkides, Brison Karneades, Artemas Artemides, sie alle versuchen das Geseiere des alten Königs für ihre Zwecke auszunutzen. Doch den größten Einfluss schreibt man Phidoglossos zu, dem Priester, dem Seher, dem Zauberer, der als Sklave an den Hof von Arros kam und vor Jahren zum Geliebten des Königs aufstieg.

Der Wahnsinn des irren Königs wurde vor 9 Jahren offenbar. Bei einem Fest im Palast von Arros bezeichnete Adolis, ein Gefolgsmann des Königs, den Thronerben Kyrenas als weibisch. Als dieser seinen Becher nach Adolis warf und auf ihn zu stürmen wollte, erhob sich sein trunkener Vater.

Doch nicht, weil er den Sohn beschützen wollte, zückte er sein Schwert, sondern um Adolis beizustehen. Da Zarkas aber sturzbetrunken war, wankte er und stolperte schließlich. Nachdem Kyrenas ihn höhnisch anblickte und den versammelten Gästen des Vaters zu rief: Seht ihn euch an, meine Herren. Dieser Mann will euch gegen die Arbaren führen, will euch vor den Ungeheuern der Wildnis bewahren: Doch er scheitert schon bei dem Versuch, von einem Liegebett zum nächsten zu gehen! Während die Gefolgsmänner des Zarkas in schallendes Gelächter ausbrachen, erhob sich der trunkene König und schlug unbeholfen mit dem Schwert nach Kyrenas. Er hätte ihn wohl getötet, wenn Adolis ihn nicht zurückgehalten hätte. Schließlich verbannte er seinen Sohn und Erben vom Hof. Und als Kyrenas seine Geburtsstadt verließ, verließ der einzige Thronerbe Arros – und wurde danach nie wieder gesehen. Das Intrigenspiel um die Nachfolge Zarkas, dessen Tod immer näher rückt, begann.