Das Anderdunkel

Das Anderdunkel ist eine andere Dimension der Existenz, ein höherdimensionaler Raum, der irgendwo auf Partikelebene mit der torajanischen Realität verbunden und gleichzeitig von ihr getrennt ist. Die genauen wissenschaftlichen Erklärungen zu diesem Thema, welche die Grundlage der Großen Einheitlichen Verzerrungstheorie (GEV) bilden, an dieser Stelle darzulegen, würde den Rahmen dieses Überblicks deutlich übersteigen.

Den Menschen erschien das Anderdunkel lange Zeit als brodelndes Chaos, als Welt völlig jenseits der Verständlichkeit. Noch heute, Jahrzehnte nach der GEV, bleibt das Anderdunkel mysteriös, auch wenn es von einigen Experten jetzt besser verstanden wird. Die Bewohner dieser anderen Dimension, die der Mensch seit alters her Geister oder Dämonen nannte, haben auch durch die GEV nicht ihre Gefährlichkeit verloren, reagieren sie doch trotz alledem kriegerisch, hinterlistig und dem menschlichem Empfinden nach chaotisch.

 

 

Warum die Barriere, die unsere Dimension vom Anderdunkel trennt, an manchen Orten brüchig ist oder brüchig werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Jedoch gilt als bewiesen, dass die Prozesse, die zur Erzeugung von Kernernergie in Gang gesetzt werden, sowie verschiedene astrophysikalische Ereignisse Risse in der Barriere erzeugen oder begünstigen. Auch die Energie von Atomwaffen und Meteoriteneinschlägen reicht, wie die leidvolle Erfahrung der Geschichte zeigt, aus, um die subatomare Barriere zu beeinflussen.

Der Einfluss des Anderdunkels wurde seit alter Zeit als Verderbnis bezeichnet, auch wenn seit der Moderne bestimmte Formen von Strahlung unterschieden werden. Den Strahlungen gemein ist, dass sie eine Veränderung in der Realität der Toraja bewirken; sei es eine kurze Verzerrung der Naturgesetze ("Zauberei") oder eine langfristige Veränderung der Materie (Mutation). Ein Zauberer bricht durch seine Zauberformeln die Barriere auf, um eine bestimmte Form der Strahlung für sein Ziel einzusetzen, das mit Hilfe der Strahlung in der Regel durch eine Beugung oder Überschreibung der physikalischen Naturgesetze erreicht wird. Die unkontrollierten Nebeneffekte primitiver Zauberei konnten erst durch die modernen Verzerrungstheorien reduziert werden. Wie es einem menschlichen Zauberer gelingt, die Barriere aufzubrechen, erklärt die GEV ausführlich; zusammengefasst und vereinfacht ausgedrückt wird die Barriere durch "Schwingungen", die vom menschlichen Verstand erzeugt werden können, beeinflusst und bricht besonders leicht da zusammen, wo sie ohnehin schon geschwächt ist.