Monate und Tage

Inhalt

Der echyrische Kalender

Die Ursprünge des echyrischen Kalenders liegen im Dunkeln. Er scheint irgendwann während der Antike in Form gebracht worden zu sein und verbreitete sich im Zuge der Asiranisierung über die echyrischen Grenzen hinaus.

Die echyrischen Monate

Monat Antike Gotteszuweisung Tage
 Achorion ("Aufbruch")  Asiranas 33
Lastraphion ("Sprießen") Themira 33
Phasphyrion ("Licht") Phabis 33
Kratasion ("Erschüttern") Asaidos 33
Phygerion ("Feuer") Abastes 33
Lemorachion ("Krieg") Arkos 33
Thykastion ("Gericht") Adeos 33
Demorition ("Strafe") Irdenis 33
Aristion ("Städte") Isthanis 33
Kythion ("Herd") Iridna 33
Aphion ("Sterben") Athis 33
Xychastion ("Vergessen") - 16-18

Da  die 379 Tages des echyrischen Kalenders geringfügig kürzer sind, als das tatsächliche astronomische Jahr, wurden seit der Klassik Schalttage eingeführt, um dies auszugleichen. Seitdem ist der Xychastion alle 4 Jahre einen Tag länger und alle 100 Jahre sogar 2.

Die 33 Tage der 11 "Gottesmonate" sind in drei Wochen zu je 10 Tagen eingeteilt, sowie drei Festtagen, von denen jeweils einer am Ende einer Woche seinen Platz hatte. Das entsprach der in Antike und Klassik üblichen Arbeitswoche. Die erste Woche eines Monats hieß Aigneuson ("Wachsend"), die zweite Perseleon ("Herrschend") und die dritte Pherikmon ("Schwinded"). Die einzelnen Wochentage trugen einen Namen und waren in heidnischer Zeit bestimmten Göttern heilig.

Etwas umständlich war die Zählweise, die in den ersten beiden Wochen aufsteigend (von 1 bis 10) und in der dritten Woche absteigend (von 10 bis 1) war.

Die Aufteilung eines 33tägigen Monats

Woche Tag Name Antike Gotteszuweisung
Aigneuson 1 Ercheston Asiranas
2 Geison Themira
3 Phason Phabis
4 Nyreion Asaidos
5 Phygeron Abastes
6 Cholpon Arkos
7 Thykeston Irdenis
8 Peloson Isthanis
9 Spetison Iridna
10 Ouron Adeos
  Tasmion Oryta  
Perselon 1 Argoron Asiranas
2 Geison Themira
3 Phason Phabis
4 Nyreion Asaidos
5 Phygeron Abastes
6 Cholpon Arkos
7 Thykeston Irdenis
8 Peloson Isthanis
9 Spetison Iridna
10 Ouron Adeos
  Tasmion Aitera  
Pherikmon 10 Geison Themira
9 Phason Phabis
8 Nyreion Asaidos
7 Phygeron Abastes
6 Cholpon Arkos
5 Thykeston Irdenis
4 Peloson Isthanis
3 Spetison Iridna
2 Ouron Adeos
1 Teleuson Athis
  Betyis ai Nyis  

In antiker und noch klassischer Zeit war der Thyeston der übliche Gerichtstag in den den phalopischen Städten; eine Sitte, die später vom Arro-Velosijanischen Reich übernommen wurde. Der Teleuson war noch im Mittelalter der Tag an dem Hinrichtungen vollstreckt wurden und noch bis in in die frühe Neuzeit hinein der Tag bis zum dem Verträge üblicherweise liefen.

Im Monat Xychastion gab es nur zwei Wochen mit jeweils acht Tagen, wobei die erste Aigneuson und die zweite Pherikmon hieß. Der oder die Schalttage wurden zwischen den beiden Wochen eingefügt. In der klassischen Tradition waren die Tage des Xychastion schlechte Tage, die unter dem Schutz keiner Gottheit standen, sondern von den Dämonen beherrscht wurden. Die Tagesnamen des Xychastion sollen daher die Namen der herrschenden Dämonen sein - auch wenn Gelehrte jahrhundertelang darüber gestritten haben, welch bekannter Dämon sich hinter diesen "Tabunamen" verbirgt.

Die Aufteilung des Xychastion

Woche Tag Name
Aigneuson   1 Gigydes
2 Magne
3 Grevas
4 Idagne
5 Utyges
6 Dybhe
7 Azithos
8 Zedhra
(Schalttag, alle 4  Jahre) Vyloras
(Schalttag, alle 100 Jahre) Nardixes
Pherikmon 8 Zedhra
7 Azithos
6 Dybhe
5 Utyges
4 Idagne
3 Grevas
2 Magne
1 Gigydes

Die Stunden und Wachen des Tages

In Antike und Klassik wurde ein Tag in sechs Wachen oder Prysthamea eingeteilt. Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang war in drei Tagwachen (Remesio Prysthamea) aufgeteilt, genau wie die Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang in drei Nachtwachen (Noxesio Prysthamea) eingeteilt wurde. Da Auf- und Untergang der Sonne die Fixpunkte der Zeitrechnung bildeten, waren die Wachen Jahreszeiten bedingt von unterschiedlicher Länge.

In der Spätantike wurden die drei Tagwachen weiter in jeweils 4 Stunden aufgeteilt, denen die heidnische Religion "Stundengötter" zuwies, welche die Geschicke jener Stunden leiten sollten. In diesem Zug wurde auch den Nachtwachen ein dämonischer Patron zugewiesen. Die Stunden wurden als Stunden vor dem Mittag und nach dem Mittag gezählt, jedoch bildete sich in den phalopischen Stadtstaaten, besonders in Nexos eine gebräuchliche Bezeichnung für jede Stunde heraus, die später von vielen Völkern mit der echyrischen Uhr übernommen wurde, ohne dass die Bedeutung der Stundenbezeichnungen noch deutbar war. Im Arroischen Reich war die Einteilung des Lichttages in 4 Phasen üblich, vermutlich infolge des Kontakts mit den Arbaren. Die Bezeichnungen für diese vier Tagesphasen wurden in der Klassik jedoch in der echyrischen Umgangssprache gebräuchlich.

Wie bereits die Wachen, waren auch die Stunden in den unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedlich lang. So waren im Frühjahr/Sommer Tagwachen rund 300 Minuten lang, im Herbst/Winter nur rund 210 Minuten, während Nachtwachen im Frühjahr/Sommer etwa 180 Minuten und im Herbst/Winter etwa 270 Minuten lang waren.

Eine erste Einteilung von Tag und Nacht in gleich lange Abschnitte erfolgte bereits im antiken Nexos und wird der Mathematikerin Beria zugeschrieben. Diese Einteilung konnte sich jedoch nicht über gelehrte Kreise hinaus verbreiten und erst die Tibosische Uhr der Klassik greift die Idee, den Tag in 288 gleichlange Abschnitte (Peritea) einzuteilen, wieder auf. Ein Periton entspricht dabei ziemlich genau 5 Peritela (Minuten), wobei diese Unterteilung erst währen der Magischen Revolution in Gebrauch kam.

Die Aufteilung des Tages

Wache Stunde Stundengott Stundenname Phase  
 
1. (Tag-) 6. Stunde vor Mittag Lophalis

Nyphas

"Neulicht"

Preunion

"Morgen"

 

 

5. Stunde vor Mittag Toledios

Preunion

"Morgen"

4. Stunde vor Mittag Kyliade

Choyarde

"Klang"

3. Stunde vor Mittag Hymnopalos

Kylarmenas

"Ertüchtigung"

Praimesion

"Mittag"

 

 

2. (Tag-) 2. Stunde vor Mittag Ladoplysos

Plyssarde

"Waschung"

1. Stunde vor Mittag Maserre

Praimesion

"Mittag"

1. Stunde nach Mittag Taphityme

Keumis

"Speise"

Mythmesion

"Mittag"

 

 

2. Stunde nach Mittag Phokras

Pethysion

"Trankopfer"

3. (Tag-) 3. Stunde nach Mittag Photheus

Klessarde

"Gebet"

4. Stunde nach Mittag Phydreus

Orgymas

"Vergnügung"

Paigemion

"Abend"

 

 

 

5. Stunde nach Mittag Kroine

Paigemion

"Abend"

6. Stunde nach Mittag Talphalis

Teleuphas

"Letztlicht"

1. (Nacht-) -

Cygres

(Dämon der Trägheit)

Thynpeutysmon

"Gelage"

Noxes

"Nacht"

 

 

 

 

2. (Nacht-) -

Azyllos

(Dämon der Wollust)

Thynosion

"Beischlaf"

3. (Nacht-) -

Abryxes

(Dämon des Hochmuts)

Neureion

"Traum"

Der arbarische Kalender

Der arbarische Kalender entstand in der frühen Klassik, vermutlich unter echyrisch-arroischem Einfluss, er scheint jedoch auf ältere, arbarische Traditionen zurück zu gehen und ist nicht deckungsgleich mit dem echyrischen Kalender.

Bereits in der ersten überlieferten Version des arbarischen Kalenders beginnt das Jahr am gleichen Tag, mit dem auch der echyrische Kalender beginnt. Da der arbarische Kalender jedoch 12 Monate mit 31 oder 32 Tagen kennt, kommt es zu gewissen Verschiebungen.

Die Schalttage, die später nach echyrischem Vorbild eingeführt wurden, werden als "Tage zwischen den Jahren" am Ende des Jahres hinzugefügt.

Die arbarischen Monate

Monat Tage
Slostmâho ("Längermond") 31
Prîmâho ("Blühmond") 32
Slîmâho ("Weidemond") 31
Gikkamâho ("Heumond") 32
Brâsmâho ("Feuermond") 31
Êsmâho ("Erntemond") 32
Skîmâho ("Scheidemond") 31
Kulmâho ("Gilbemond") 32
Nefelmâho ("Nebelmond") 31
Sustmâho ("Düstermond") 32
Ledmâho ("Eismond") 32
Smîmâho ("Taumond") 32

Die arbarische Woche

Die Arbaren teilten jeden Monat in 4 Wochen, wobei eine Woche üblicherweise acht Tage hatte, es aber in Monaten mit nur 31 Tagen auch immer eine Woche mit nur 7 Tagen gab. Der letzte Tag jeder Woche war ein Rôltegu ("Vergünungstag"), der gewöhnlich arbeitsfrei war und der Erholung diente. An diesem Tag zu arbeiten war tabuisiert und die Asiranisierung kämpfte mühsam dagegen an, besonders weil auch religiöse Praktiken an diesen Tagen unter einem Tabu standen, aber immer wieder asiranistische Feiertage auf sie fielen.

Tag Name   Tag Name
Fordis Têgu ("Hirschtag")   1 Fordis Têgu ("Hirschtag")
2 Eldin Têgu ("Feuertag")   2 Eldin Têgu ("Feuertag")
3 Grôngeres Têgu ("Schwanentag")   3 Malvin Têgu ("Rotmilantag")
4 Malvin Têgu ("Rotmilantag")   4 Brôeres Têgu ("Bärentag")
5 Brôeres Têgu ("Bärentag")   5 Snarderes Têgu ("Gänsetag")
6 Snarderes Têgu ("Gänsetag")   6 Keskis Têgu ("Hasentag")
7 Keskis Têgu ("Hasentag")   7 Rôltêgu ("Vergünungstag")
8 Rôltêgu ("Vergünungstag")